Oskar und Amira, die Suppenverschwörung und das große Unrecht

Eine wahre Geschichte aus dem Alltag von Amira und Oskar.

Die Suppenverschwörung und das große Unrecht…

Los gehts mit Oskar und Amira.

Hallo, ich heiße Amira und bin zehn Jahre alt.

Ich bin eine sehr ruhige Katze, manche behaupten sogar, ich wäre sehr geduldig.

Ich habe einen Kumpel, Oskar, der ist ein richtiger Wirbelwind und hat Energie für mindestens vier Katzen.

Oskar rennt, springt, spielt und frisst und denkt den ganzen Tag ans Fressen.

Vor allem ans Fressen. Eigentlich immer ans Fressen. Vor allen Dingen, wenn es um meine Suppe geht. Aber das werde ich Euch gleich erzählen.

Oskar:

Das stimmt überhaupt nicht. Ich denke auch manchmal an’s Spielen und Bürsten, und an das Trockenfutter und an die Stange.

Auch daran was Amira gerade frisst. Moment…Also doch hauptsächlich ans Fressen…

Amira:

Jeden Tag passiert das Gleiche, ich bekomme von unserer Katzentante eine Suppe.

Nun beginnt die große Show, welche Oskar dann mal wieder abzieht.

Oskar:

Die große Ungerechtigkeit, die Katastrophe der Untergang der Katzenwelt.

Wenn Amira ihre Suppe bekommt, so werde ich vorher vor die Tür gesetzt.

Zum Mitschreiben…vor die Tür!!

Als hätte ich etwas angestellt.

Amira:

Du hast etwas angestellt…weil Du immer etwas anstellst.

Oskar:

Ja aber noch nicht an diesem Tag, jedenfalls nicht unbedingt, da ich ja ehrlicherweise gar noch nicht dazu gekommen bin…

Oskar

Oskars Protest

Amira:

Am Anfang habe ich versucht, meine Suppe zu essen, während Oskar neben mir stand. Das funktionierte ungefähr 3 Sekunden. Dann steckte sein Kopf in meiner Schüssel.

Oskar:

Man nennt das Qualitätskontrolle.

Amira:

Ich nenne das Diebstahl und ein Kavalier macht so etwas nicht .

Oskar:

Na gut, ein bisschen Diebstahl ist es schon.

Amira:

Genau deswegen musst Du ja auch jetzt nach draußen. Dann geht natürlich das Theater los, das Drama, das ganze Programm.

Mir schmeckt‘ s

 

Entschuldigung hätten Sie Interesse mich wieder hinein zu lassen?!

Oskar:

Ich protestiere, Lautstark! Ich laufe ums Haus, ich schaue durch jedes Fenster.

Ich miaue vor der Terrassentür, dann wieder vor der Haustür, dann schnell wieder zu Küchenfenster.

Na gut, dort sehe ich wenigstens schon mal die Vorbereitungen für mein Essen…

Aber zur Sicherheit miaue ich dort auch noch einmal.

Amira:

Manchmal klopft er sogar mit der Pfote ans Fenster, als wäre er ein Vertreter für irgendetwas, was eh keiner braucht.

Ich will rein…

Amira: Während dessen esse ich in Ruhe meine Suppe, ganz langsam, ohne Stress. Ohne einen verfressenen Staubsauger neben mir.

Das genieße ich sehr.

Na endlich, die Tür geht auf

Oskar: Na endlich geht die Tür wieder auf. Dann stürme ich hinein, direkt zu dem Napf mit, na ja den spärlichen Resten der Suppe.

Zum Glück ist ja immer noch ein klitzekleines winziges bisschen übrig. Vielleicht, manchmal, hoffentlich.

Amira: eigentlich ist der Napf meistens schon leer.

Oskar: Das hält mich nicht auf, ich putze den Teller trotzdem, blitzblank. Wenn die Menschen ihre Teller so sauber machen würden wie ich, dann brächten sie keine Geschirrspüler mehr.

Amira: das ist wohl wahr.

Jetzt kommt Oskars Lieblingsteil des Tages, die Bürste. Als Birma Kater hat er nämlich, ein sehr pflegeintensives Fell.

Ich bring mich schon mal in Position…

Oskar: Ohhh ja, die Bürste, kaum sehe ich sie dann werfe ich mich auch schon auf die Seite, dann auf die andere und immer auch auf den Rücken, schließlich soll mein Bauch ja auch vom Fell befreit werden…

Und ich sehe fantastisch aus, das sollte auch noch einmal erwähnt werden.

Zum Schnurren hab ich meist gar keine Zeit, da ich ja auch noch mit der Angel spielen möchte.

Amra: Das erwähnst du ständig… kleiner Angeber. nach der Bürstenmassage und Fellpflege, folgt meist das Trockenfutter, aber im Fummelbrett, damit wir was zu tun haben.

Oskars Definition von Effizienz

Oskar: Eine Frechheit, ein Skandal. Warum muss ich für mein Futter arbeiten?

Amira: Weil du sonst alles in zehn Sekunden verschlingst.

Oskar: Das nennt man Effizienz.

Amira: nein das nennt man Schlingen.

Oskar: Na gut. mittlerweile macht das Fummeln ja sogar richtig Spaß. Und wenn ein Bröckchen unter den Möbeln verschwindet, geht die Jagd erst richtig los.

Wenn Oskar abgelenkt ist, komme ich auch mal ran.

Dann kommt ja auch noch die Stange.

Oskar: meine ist klein, winzig, geradezu beleidigend klein.

Amira: Dein Stück ist völlig ausreichend.

Oskar: Das sagst Du, aber trotzdem schaue ich zu wenn Du Deine Stange verputzt, ganz traurig, unschuldig, hungrig.

Amira: Du wiegst bestimmt mehr als sechs, Kilo, keiner glaubt dir.

Oskar: Stimmt wahrscheinlich, aber ich versuche es trotzdem und manchmal bekomme ich ja auch noch ein kleines Stückchen von der Katzentante. Man muss eben auch mal Glück haben.

Und so leben wir mit unserer Familie alle zusammen.

Ich die ruhige Amira und Oskar der verfressene Wirbelwind, der manchmal nervt  und versucht zu klau’n.:-)

Dann macht er wieder ein Drama, wenn er vor die Tür muss.

Aber wenn wir beide später wieder zufrieden und gekuschelt und gefüttert sind, dann ist die Welt wieder in Ordnung.

Ich denke vielleicht ist es gar nicht so schlecht, einen kleinen Chaoskater an der Seite zu haben.

Oskars Einsicht

Und ich denke dann, Amira hat schon recht, sie darf ihre Suppe allein essen.

Aber nur wenn ich den Teller hinterher abwaschen darf.

Lust auf noch eine Katzengeschichte?

Pauli aus Cottbus

 

 

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